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Hallo an alle Unterstützer und Anhänger der HoGeSa, wir möchten euch darauf hin…

wir möchten euch darauf hinweisen, dass man unsere Demonstration am 18.01.2015, in Essen, verboten hat.

Es ist erstaunlich, dass man uns zu einem KOOPERATIONsgespräch einlädt, wenn man nicht mit uns kooperien will. Wir haben mit Zuständigen der einzelnen Behörden am 06.01.2015 in Essen geredet und ihnen unsere Position erklärt. Zum Beispiel, dass wir den Marsch sonntags machen wollen, da keine Geschäfte gestört werden und wir den Platz auch gewählt haben, damit wir den Verkehr nicht behindern, wie beispielsweise in Köln.
Was aber direkt am Anfang das Gespräch aufgefallen ist, ist, dass uns viele Fragen gestellt wurden, wie wir uns denn von der rechten Szene distanzieren, bzw zu ihr stehen.
Wir haben darauf hingewiesen, dass der Vertreter der HoGeSa selbst einen Migrationshintergrund hat, dass wir einen Redner in Köln hatten, der sich offen dazu bekannt hat, dass er politisch links einzuordnen ist – wir haben auch darauf hingewiesen, dass er wohlauf und an einem Stück heimgekommen ist. Desweiteren haben wir auf unsere Seite www.hogesa.info verwiesen, wo klar einzusehen ist, dass wir uns von rassistischen Gedankengut distanzieren…
… und deswegen ist es uns ein Rätsel, dass man unseren Vetreter heute Mittag (07.01.2015) um 12Uhr telefonisch darauf hingewiesen hat, dass den Behörden eine Distanzierung von der rechten Szene fehlt. In diesem Gespräch wurde noch einmal auf unsere Homepage verwiesen, woraufhin sich die Gegenseite zufrieden gezeigt hat. Es wurde auf eine Prüfung zum Verbot der Demo hingewiesen.

…und ein noch größeres Rätsel ist uns, dass man um 16Uhr noch einmal angerufen hat um darauf hinzuweisen, dass die Demonstration verboten wurde und alles weitere schriftlich erklärt wird.
Was soll jetzt der Grund sein??? “DIE FEHLENDE DISTANZIERUNG ZUR RECHTEN SZENE”???

Es war uns klar, dass man uns Steine in den Weg legen und einen Grund für ein Verbot suchen wird. Als dann ein paar Stunden später ein Online-Artikel erschien, indem es heißt “Der politische Druck ist hoch.” (Quelle:http://www.derwesten.de/staedte/essen/essener-polizei-prueft-ein-verbot-der-hogesa-demo-id10209151.html) wurden unsere Vermutungen bestätigt. Der Staatschutz, welcher auch in dem Gespräch vertreten war, wird der Politik wohl nichts handfestes geliefert haben, obwohl zufällig zwei Handys auf dem Tisch lagen (vielleicht ist das Mikro kurzfristig kaputt gegangen?), weshalb man nun vollkommen lächerliche und aus der Luft gegriffene Gründe vorschiebt.

Außerdem ist die nervöse Reaktion der Vertreterin des Einsatzleiters der Polizei, auf die Frage, was man denn gegen die Bewegung “Essen stellt sich quer” tun wird, da diese die Zeit von der Anmeldung, bis zum Bewerben der Veranstaltung, nicht eingehalten hat und daraufhin verboten werden müsse. Wir haben auch darauf hingewiesen, dass selbst der Bürgermeister zu einer Sitzblockade aufgerufen hat und diese genauso verboten, bzw. verhindert werden müsse. Vom Strafrechtlichen Verhalten mal zu ganz zu schweigen.

Wir werden gegen dieses Verbot selbstverständlich vorgehen, da wir uns, in unserem Recht auf Meinungsfreiheit und Versammlungsfreiheit, verletzt fühlen.

An dieser Stelle möchten wir, im Namen der HoGeSa, nochmal unser Mitgefühl den Familien, Freunden und Bekannten aussprechen, die heute, am 07.01.2015, einen von ihnen bei dem Angriff auf die französische Satire-Zeitung “Charlie Hebdo”, bei dem mindestens zwölf Menschen getötet wurden, verloren haben.

Wir waren die erste Bewegung, die ihre Ängste, die Ängste der Bürger, auf die Straße getragen hat. Dafür wurden wir von Medien und Politik als rassistische, rechtsradikale Unmenschen dargestellt.
An dieser Stelle möchten wir nachfragen, ob es immer noch unbegründete Ängste sind oder ob diese Thematik nicht doch real ist.
Es fürchten sich nicht nur 7000 Menschen in Köln, sondern 100.000. in der ganzen BRD – und das sollte euch da oben langsam ein Zeichen geben.
Mittlerweile haben wir starke Einblicke erhalten, was mit Leuten passiert, die der Politik oder den Medien nicht gefallen.
Erklärt uns doch bei Gelegenheit auch, wie ihr eure Bürger in Zukunft schützen wollt.
Wollt ihr dann noch mehr gewaltbereite Linksradikale finanzieren, die ihr als Schlägertruppen, mit Bussen, der Gewerkschaften, zu unseren Demonstrationen schickt, um eben die Leute anzugreifen, die euch darauf aufmerksman machen wollen, dass es ein Problem gibt?
Das tun sie nämlich gerade.
Sind Probleme in der BRD nicht mehr erwünscht?
Werden in einer Meinungsfreiheit nicht Meinungen ausgetauscht und diskutiert und hat in einer “Demokratie” der kleine Bürger also doch nichts zu sagen? Wollt ihr uns vielleicht genau das mitteilen?
Und wir werden solange keiner Anfrage zu einem Interview oder Talkshow folgen, bis ihr zustimmt, dass diese live gesendet werden. Wir haben keine Lust darauf, dass ihr anfangt euch irgendetwas zurecht zuschneiden, um uns eine Meinung aufzudrücken, die nicht unsere ist.

Die Regierung pisst auf uns und die Medien erzählen uns, es würde regnen.

Wir wussten, dass ihr auf Leute, die eure heile Welt langsam satt haben, so reagieren werdet. Wir wussten, dass ihr uns bis aufs Blut provozieren werdet und wir wussten auch, dass ihr bis zum bitteren Ende gegen uns hetzen werdet. Und genau aus diesem Grund sind wir auf die Straße gegangen – WIR HABEN KEINE ANGST VOR EUCH! AHU!

Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass sich der normale Bürger wieder auf die Straße trauen kann, um seinen Ärger und seine Ängste zu zeigen!
Wir werden unsere Familie vor jedem, der es wagt sie anzugreifen, beschützen und dafür stehen wir. Das war immer schon der Grundgedanke unserer Bewegung und wird es auch immer sein.

Jeder, der an unserer Seite steht, gehört zu unserer Familie. Dabei ist uns die Hautfarbe, die Religion, die soziale Schicht, der Monatslohn und die Kleidung immernoch egal, denn wir sehen, im Gegensatz zu euch, den Menschen, der dahinter steht.
Genau den Menschen, den ihr verarscht, den ihr manipuliert und den ihr ausbeutet.

Wir wissen genau, was ihr treibt und wir haben euch im Auge. Egal, was ihr macht und egal was ihr vorhabt, wir wissen es schon. Und wenn nicht, dann wird man es uns erzählen.
Wir sind nicht nur 7000, wir sind 80 Millionen. Wir sind das Volk!

Wir haben euch die Hand oft genug gereicht und wir sind oft genug einen Schritt zurückgegangen, damit ihr einen auf uns zumachen könnt – wir haben aber nicht verlernt Anlauf zu nehmen, vergesst das nicht.
Wir sind nicht blöd und wir kennen unsere Rechte, genauso wie wir das Grundgesetz kennen. Wir kennen auch den Artikel 20, Absatz 4.

“(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.”

WIDERSTAND LÄSST SICH NICHT VERBIETEN!

Wir werden immer mehr, ob ihr das wollt oder nicht.
Kopiert und teilt diesen Status, damit es jeder lesen kann. Verbreitet es, wo ihr nur könnt.
Lasst jeden wissen, wer wir sind!

Gemeinsam sind wir stark!

AHU, AHU, AHU!

HoGeSa

http://gesiwista.net/index.php/Thread/1961-Hallo-an-alle-Unterst%C3%BCtzer-und-Anh%C3%A4nger-der-HoGeSa-wir-m%C3%B6chten-euch-darauf-hin/?s=247cea59af6433e8002064ebd75fc4ece1b86d5f

Quelle: https://marbec14.wordpress.com/2015/01/08/8801/

„Tolle Bescherung“ bereits zum 1. Advent! Das belgische Atomkraftwerk Lüttich nahe Aachen ist heute in die Luft geflogen!!!

DAS WAR´S WOHL NUN   RETTE SICH,   WER  (NOCH)  KANN !

" Tolle  Bescherung "  bereits zum 1. Advent !   Das  belgische Atomkraftwerk Lüttich  nahe Aachen ist heute in die Luft geflogen !!!  Die Behörden spielen wieder mal alles runter und täuschen uns Bürger,  daß diese Explosion im AKW Lüttich nicht im Kernkraftreaktor  gewesen wäre. Aber wo dann;  sagen die Behörden auch nicht. Wo kann schon in einem AKW eine Explosion mit einem Atompilz-Feuerball  stattfinden ???  Im AKW-Briefkasten ?  In der AKW-Steckdose ?  Oder wo ?

Ist also völliger Blödsinn, was da die Behörden  dumm rum sabbern von wegen keine Gefahr nach dieser AKW-Explosion in Lüttich. Bereits in Köln knattern die Geigerzähler !  Und  mit dem nächsten Westwind:  dann gute  Nacht Deutschland !

Und wenn der größte Teil der radioaktiven Brandasche über Belgien in Richtung Atlantik weht, dann hätte zwar Mitteleuropa diesen atomaren Supergau einigermaßen unbeschadet überstanden. Aber für viele Belgier bedeutet dieser Atompilz über Lüttich den Tod. Und  der Rest von Belgien wird zur Groß-Onkologie mit Millionen Krebsopfern.

Hatte die EU noch nicht genug von Tschernobyl ?  Noch nicht genug von Fukushima ?  Noch nicht genug von radioaktiv für tausende Jahre verseuchten Stränden an der englischen Westküste ?  Wieviel solcher Kernbrüter sollen noch explodieren  und abfackeln, bis diese Politbratzen endlich kapieren, daß die Kernenergie ein Teufelszeug   und nicht beherrschbar ist ?!?!?

Ach wie tönten noch vor einem Jahr die EU-Politiker, daß all die "supermodernen"  AKW´s bombensicher wären ?!??!  So bombensicher wie der heutige Atompilz über Lüttich ????

Wir fordern:  schaltet sofort in ganz Europa  all dieses  AKW-Teufelszeug ab !  Oder wollt ihr die gesamte europäische Bevölkerung ausrotten ?  Vegiftete Flüsse, verseuchte Böden, radioaktive Luft  -    was wollt ihr Dummbratzen da in der EU-Politik noch alles den Menschen antum mit  eurer Blödheit und  eurem kranken Wachstumswahn ?  Geht in die Psychiatrie, wo ihr hingehört und sabbert da die Psychiater mit eurem Wachstumswahn  weiter voll !

Jetzt ist die   (End-)Zeit gekommen, das   kranke Politiker-Geplärr vom manischen Wirtschaftswachstumswahn zu  beenden !   Wir fordern den Stop dieser Teufelsspirale !  Eure Politiker-Lügen vom "gefahrlosen Wachstum", für das diese schnellen AKW-Brüter gebraucht werden,  haben ausgespielt !

Wir brauchen dieses tödliche Wirtschaftswachstum nicht !  Was wir brauchen, ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen, was diesen ganzen Zerstörungswahn von Umwelt, Menschn und Natur beendet !!!  Handelt jetzt !!!
Mitteleuropa steht  mit der heutigen Atomkatastrophe von Lüttich  vor der atomaren Endzeit !

DAS WAR´S WOHL NUN RETTE SICH, WER (NOCH) KANN !

“ Tolle Bescherung “ bereits zum 1. Advent ! Das belgische Atomkraftwerk Lüttich nahe Aachen ist heute in die Luft geflogen !!! Die Behörden spielen wieder mal alles runter und täuschen uns Bürger, daß diese Explosion im AKW Lüttich nicht im Kernkraftreaktor gewesen wäre. Aber wo dann; sagen die Behörden auch nicht. Wo kann schon in einem AKW eine Explosion mit einem Atompilz-Feuerball stattfinden ??? Im AKW-Briefkasten ? In der AKW-Steckdose ? Oder wo ?

Ist also völliger Blödsinn, was da die Behörden dumm rum sabbern von wegen keine Gefahr nach dieser AKW-Explosion in Lüttich. Bereits in Köln knattern die Geigerzähler ! Und mit dem nächsten Westwind: dann gute Nacht Deutschland !

Und wenn der größte Teil der radioaktiven Brandasche über Belgien in Richtung Atlantik weht, dann hätte zwar Mitteleuropa diesen atomaren Supergau einigermaßen unbeschadet überstanden. Aber für viele Belgier bedeutet dieser Atompilz über Lüttich den Tod. Und der Rest von Belgien wird zur Groß-Onkologie mit Millionen Krebsopfern.

Hatte die EU noch nicht genug von Tschernobyl ? Noch nicht genug von Fukushima ? Noch nicht genug von radioaktiv für tausende Jahre verseuchten Stränden an der englischen Westküste ? Wieviel solcher Kernbrüter sollen noch explodieren und abfackeln, bis diese Politbratzen endlich kapieren, daß die Kernenergie ein Teufelszeug und nicht beherrschbar ist ?!?!?

Ach wie tönten noch vor einem Jahr die EU-Politiker, daß all die „supermodernen“ AKW´s bombensicher wären ?!??! So bombensicher wie der heutige Atompilz über Lüttich ????

Wir fordern: schaltet sofort in ganz Europa all dieses AKW-Teufelszeug ab ! Oder wollt ihr die gesamte europäische Bevölkerung ausrotten ? Vegiftete Flüsse, verseuchte Böden, radioaktive Luft – was wollt ihr Dummbratzen da in der EU-Politik noch alles den Menschen antum mit eurer Blödheit und eurem kranken Wachstumswahn ? Geht in die Psychiatrie, wo ihr hingehört und sabbert da die Psychiater mit eurem Wachstumswahn weiter voll !

Jetzt ist die (End-)Zeit gekommen, das kranke Politiker-Geplärr vom manischen Wirtschaftswachstumswahn zu beenden ! Wir fordern den Stop dieser Teufelsspirale ! Eure Politiker-Lügen vom „gefahrlosen Wachstum“, für das diese schnellen AKW-Brüter gebraucht werden, haben ausgespielt !

Wir brauchen dieses tödliche Wirtschaftswachstum nicht ! Was wir brauchen, ist ein Bedingungsloses Grundeinkommen, was diesen ganzen Zerstörungswahn von Umwelt, Menschen und Natur beendet !!! Handelt jetzt !!!
Mitteleuropa steht mit der heutigen Atomkatastrophe von Lüttich vor der atomaren Endzeit !

Quelle: https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1580673132168134&set=a.1400307166871399.1073741828.100006763871204&type=1&fref=nf

Offener Brief der Nebenklagevertreter im NSU-Prozess an den Ex-Bundesinnenminister Otto Schily

Offener Brief der NebenklagevertreterInnen im NSU-Prozess an den Ex-Bundesinnenminister Otto Schily

Der SPD-Innenminister Otto Schily hatte maßgeblich dazu beigetragen, dass die Aufklärung des neonazistischen Terroranschlages in Köln 2004 faktenfrei ins ›kriminelle Milieu‹ abgeschoben wurde. Das führte nicht nur dazu, dass die Familienangehörigen der zweiundzwanzig z.T. schwer verletzten Opfer selbst als Verdächtige verfolgt wurden. Dies hatte auch zur Konsequenz, dass eine mögliche Verfahrensübernahme durch die Bundesanwaltschaft in Karsruhe hintertrieben, Beweisen und Zeugenaussagen nicht nachgegangen wurde, die bereits 2004 zu Mitgliedern des NSU geführt hätten.
Der Nagelbombenanschlag in Köln unterscheidet sich von allen anderen Terroranschlägen, die dem NSU zugeschrieben werden, durch eine gravierende Besonderheit. Im Gegensatz zu allen anderen Tatorten gab es in Köln einen unbestechlichen, von keinen Erinnerungen und Widersprüchen getrübten Beweis, dass die Behauptung von einer (ausländischen) Milieutat mit Vorsatz die Suche nach den Tätern behinderte bzw. verhinderte: Es existiert ein Video vom Tathergang, samt Täter. Als dieses Video dem NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin vorgespielt wurde, war der Ex-Polizeibeamte und für die CDU im parlamentarischen Untersuchungsausschuss/PUA sitzende Clemenz Binninger kaum noch zu halten: ›Näher kann man einem Täter nicht sein! Ich sage das als ehemaliger Polizist: So nah, wie Sie den Tätern waren, kommt man als Ermittler den Tätern nie wieder!‹ (zitiert nach: Mely Kiyak, FR vom 20.7.2012)

Fahnungsplakat-Keupstr-2004

Gerade dann, wenn man weder für Neonazis noch Rassisten etwas übrig hat, dann sollte man einen Blick auf die vier Fotos werfen, die aus dem Videofilm extrahiert wurden: Wieviel Ähnlichkeit haben die beiden männlichen Personen mit den NSU-Mitgliedern Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt, die die Anklage für die Attentäter hält? Auch wenn es sich viele wünschen würden, die Ähnlichkeit ist alles andere als signikant! Um das sicherer einzugrenzen, gibt es zahlreiche kriminaltechnische Mittel, u.a. die Gesichtserkennung. Warum gibt es bis heute keinen einzigen Nachweis darüber, zu welchen Wahrscheinlichkeitsprognosen ein solches Programm geführt hat? Auch die Größe der Täter ließe sich sehr exakt eingrenzen, wenn man den Standort der Videokamera kennt, was hier zutrifft: Welche Größe hatten die beiden Täter und stimmt sie mit den beiden toten NSU-Mitgliedern überein?
Nun zum Offenen Brief:

»Sehr geehrter Herr Bundesminister a.D. Schily,
mit Empörung haben die Initiative ›Keupstraße ist überall‹ und die unterzeichnenden Nebenklagevertreter im NSU-Verfahren die von Ihnen erwirkte ›Klarstellung‹ im Kölner Stadt-Anzeiger vom 10.11.2014 zur Kenntnis genommen.
Dort heißt es unter anderem:

Herr Schily weist zu Recht darauf hin, dass er seinerzeit ein rechtsextremistisches Motiv nicht ausgeschlossen, sondern zum Sachverhalt lediglich Folgendes erklärt hat: „Die Erkenntnisse, die unsere Sicherheitsbehörden bisher gewonnen haben, deuten nicht auf einen terroristischen Hintergrund, sondern auf ein kriminelles Milieu. Aber die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen, sodass ich eine abschließende Beurteilung dieser Ereignisse jetzt nicht vornehmen kann.“ Herr Schily weist ferner mit Recht darauf hin, dass den Sicherheitsbehörden zum damaligen Zeitpunkt die Existenz einer terroristischen rechtsradikalen Gruppe nicht bekannt war und dass sich daher der Ausdruck ›terroristischer Hintergrund‹ in seiner Erklärung eindeutig ausschließlich auf den ›islamistischen Terrorismus‹ bezogen hat.

Die in der ›Klarstellung‹ gegenüber dem Stadtanzeiger nicht kommentierte Behauptung, die ›Erkenntnisse … [der] Sicherheitsbehörden … deuten auf ein kriminelles Milieu‹ hin, war damals falsch und ist es heute. Dementsprechend waren Sie als Zeuge vor dem Bundestagsuntersuchungsausschuss am 15.3.2013 auch nicht in der Lage mitzuteilen, worin diese ›Erkenntnisse‹ bestanden haben sollen. Richtig ist vielmehr, dass die Sicherheitsbehörden ohne tatsächliche Grundlage und auf Weisung ›von oben‹ unterstellten, dass gegen Migranten gerichtete Straftaten ihre Ursache nur im sogenannten kriminellen Milieu haben könnten. Gerade weil es keinerlei Hinweise auf einen solchen kriminellen Hintergrund gab, hätte sich den Ermittlungsbehörden eine rechtsterroristische Tat schon zum damaligen Zeitpunkt aufdrängen müssen. Auch das nordrhein-westfälische LKA bezeichnete den Anschlag zunächst als ›terroristische Gewaltkriminalität‹, bevor dieser Begriff auf Anweisung aus dem offiziellen Sprachgebrauch gestrichen wurde. Auch das wissen Sie. Uns entsetzt Ihr ganz neuer Rechtfertigungsversuch, Ihr damaliges Bestreiten eines terroristischen Hintergrundes habe nicht dem Rechtsterrorismus gegolten, sondern es sei ›eindeutig ausschließlich der islamistische Terrorismus‹ gemeint gewesen. Eine solche ›Erklärung‹ haben Sie nicht einmal im Bundestagsuntersuchungsausschuss abgegeben. Diese widerspricht auch Ihrer eigenen Aussage im Rahmen einer Pressekonferenz vom April 2012, wonach Ihre damalige Einschätzung ein ›schwerwiegender Irrtum‹ gewesen sei.
Es ist ein billiger Trick, wenn Sie aufgrund der aktuellen Medienpräsenz des islamistischen Terrorismus versuchen so zu tun, als sei der Rechtsterrorismus in Deutschland erst mit dem NSU aufgetreten und Terrorismus ansonsten stets islamistisch. Das widerspricht sogar den damaligen Erkenntnissen des Ihnen unterstellten Bundesamtes für Verfassungsschutz, welches immerhin eine eigene Abteilung Rechtsterrorismus unterhielt. Sie perpetuieren jenen Rassismus, unter dem die Opfer des NSU schon viel zu lange gelitten haben, um sich selbst und die deutschen Sicherheitsbehörden von jedem Fehlverhalten rein zu waschen. Sie beweisen, dass Sie trotz der Erkenntnisse diverser Untersuchungsausschüsse und der anhaltenden öffentlichen Debatten nichts gelernt haben.
Die von Ihnen 2012 erklärte Übernahme politischer Verantwortung setzt voraus, dass Sie einsehen, was Sie mit Ihrer durch nichts gerechtfertigten öffentlichen Erklärung vom 10.06.2004 in Gang gesetzt haben. Sie tragen eine erhebliche politische Mitverantwortung dafür, dass von den Ermittlungsbehörden anschließend Hinweise auf rechtsextreme Täter unbeachtet blieben, dass selbst als bereits bekannt war, dass der Bombenleger vermutlich kein Migrant war, verdeckte Ermittler in der Keupstraße eingesetzt wurden, um herauszufinden, welche Migranten den Täter beauftragt hätten. Anwohner, die den Verdacht eines rechtsradikalen Hintergrundes äußerten, wurden von Polizeibeamten zum Schweigen verpflichtet. Es ist überfällig, dass Sie ohne Wenn und Aber zu Ihrer Rolle im NSU-Skandal stehen.
UnterzeichnerInnen:
Rechtsanwalt Alkan | Rechtsanwältin Basay-Yildiz | Rechtsanwalt Prof. Behnke | Rechtsanwalt Bogazkaya | Rechtsanwältin Clemm | Rechtsanwalt Dr. Daimagüler | Rechtsanwalt Dr. Elberling | Rechtsanwalt Erdal | Rechtsanwalt Fresenius | Rechtsanwältin Hartmann | Rechtsanwalt Heising | Rechtsanwalt Hoffmann | Rechtsanwalt Ilius | Rechtsanwalt Kara | Rechtsanwältin Kerdi-Elvan | Rechtsanwalt Kolloge | Rechtsanwalt Kuhn | Rechtsanwältin Lex | Rechtsanwältin Lunnebach | Rechtsanwalt Narin | Rechtsanwalt Parlayan | Rechtsanwalt Rabe | Rechtsanwalt Reinecke | Rechtsanwalt Sariyar | Rechtsanwalt Scharmer | Rechtsanwalt Schön | Rechtsanwalt Sfatkidis | Rechtsanwalt Sidiropoulus | Rechtsanwalt Dr. Stolle | Rechtsanwalt Ünlücay
Quelle: Rechtsanwalt Alexander Hoffmann und Rechtsanwalt Dr. Björn Elberling

Keupstraße-Halitstraßen-Schilder

Ein Recherche zu dem Terroranschlag in Köln am 9. Juni 2004 findet sich hier:
Nagelbombenanschlag in Köln 2004
Wolf Wetzel

Der NSU-VS-Komplex. Wo beginnt der Nationalsozialistische Untergrund – wo hört der Staat auf? Unrast Verlag 2013, 2. Auflage